Laserschneiden

Was ist Laserschneiden?

Zuerst wird der Laserstrahl durch die Fokussieroptik auf der Werkstückoberfläche
gebündelt. Durch das hoch energiereiche Licht des Laserstrahls wird der zu bearbeitende
Werkstoff aufgeschmolzen. Durch den koaxial mit dem Laserstrahl aus der Schneiddüse
austretenden Schneidgasstrahl wird das aufgeschmolzene Material aus der Schnittfuge
ausgeblasen. Die Schnittkante entsteht. Durch eine punktuelle Auflage des Werkstückes
kann das aufgeschmolzene Material ungehindert ausgetrieben werden.

Bewegt man nun Schneidoptik und Werkstück relativ zueinander, entsteht der gewünschte
Schnittspalt. Nach und nach kann so die Geometrie des Bauteils ausgeschnitten werden.



Grundprinzip Laserschneiden

Video "Grundprinzip Laserschneiden"


Die Vorteile einer flexiblen Fertigung mittels Laser liegen auf der Hand:

  • Durch die berührungslose, kraftfreie Bearbeitung bei nur geringer Wärmeeinbringung ergibt
    sich ein sehr geringer thermischer Verzug der Bauteile.
  • Der Laser ermöglicht die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe, die mit herkömmlichen
    Fertigungsverfahren nicht oder nur stark eingeschränkt bearbeitbar sind (z.B. Titan oder
    Keramik).
  • Es ist nahezu jede Bauteilgeometrie durch frei programmierbare CNC-Bearbeitungszentren
    realisierbar. Änderungen der Bauteilgeometrie sind durch Umprogrammieren am
    CAD/CAM-System sofort umsetzbar. Es entstehen keine Kosten durch Werkzeugänderungen wie beispielsweise beim Stanzen.
  • Durch den Einsatz des Lasers können Prototypen, Einzelteile sowie Kleinserien
    wirtschaftlich und kostengünstig hergestellt werden. Es entstehen keine Werkzeugkosten.
  • Größere Serien sind durch den flexiblen Einsatz vorhandener Maschinenkapazität selbst
    für kurzfristige Lieferungen realisierbar.